Autismusspektrum

Kinder auf dem Spektrum verstehen

mithilfe des beziehungsbasierten Entwicklungsansatzes







Überblick: 

Kurse & Webinare zum Thema Autismusspektrum

Podcast "Spektrum ON AIR"

Editorials rund ums Thema Autismus

Erklärungskonstrukt -  Autismus verstehen 

Auswirkungen auf das Leben und die Arbeit mit Kindern auf dem Spektrum 






Kurse & Webinare zum Thema Autismusspektrum


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WEBINARAUFZEICHNUNG:

Kinder auf dem autistischen Spektrum: Die großzügige Einladung

mit Jue Epp 

Webinargebühr: 24,00 € - jederzeit buchbar - 

In diesem Webinar zeigt Jule Epp wie wichtig eine größzügige „Einladung zum Sein“ insbesondere auch für Kinder auf dem autistischen Spektrum ist – sowohl von Seiten der Eltern als auch von Fachleuten. Was hat es mit dieser Einladung auf sich und was bedeutet sie für das Kind? Wie können wir diese zunächst in uns selbst finden, bevor wir sie aussprechen? Und wie können wir diese Einladung unserem Kind auf eine Art und Weise vermitteln, die das Kind "hören" kann?

Wenn wir unser Herz für unsere eigenen Adaptions-Prozesse öffnen und die Kraft des Bindungsspiels nutzen, können wir das Strahlen in unseren Augen wiederfinden und unser Kind authentisch dazu einladen, alles was sie oder ihn ausmacht, mit uns zu teilen. Wenn wir dies schaffen, haben wir das Passwort gefunden, um die Tür zur Entfaltung des Potenzials für unser Kind zu öffnen und - überraschenderweise -  auch gleichsam das Tor zu unserem eigenem Potenzial.

Anmedung: HIER 





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WOCHENEND-INTENSIVKURS: Autismusspektrum verstehen; mit Jule Epp 

- jederzeit buchbar für private Gruppen (sowohl ONLINE als auch VOR ORT) - 

Neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gehirns liefern -  wenn sie durch ein umfassendes Verständnis des beziehungsbasierten Entwicklungsansatzes ergänzt werden - sehr vielversprechende Erklärungsansätze für Autismus-Spektrum-Störungen. Die Beweise häufen sich, dass der neurologische Zustand der Reizüberflutung sehr wohl die Grundursache und der gemeinsame Nenner für die verschiedenartigen Erscheinungsformen von ASD, sowie für einige Arten von Aufmerksamkeitsproblemen ist. Die große Vielfalt der Symptome ergibt sich sowohl aus dem Ausmaß der neurologischen Betroffenheit als auch aus dem Dominoeffekt auf die Bindungen des Kindes, seine Emotionen und seine daraus resultierende Entwicklung. Wenn sie verstanden und richtig angegangen werden, können sensorische Überlastungsprobleme in der Regel kompensiert und ein Großteil des sekundären Dominoeffekts rückgängig gemacht werden. In diesem Wochenend-Intensivkurs werden wir vielversprechende Interventionsmöglichkeiten erörtern, einschließlich der Kultivierung von starken Bindungen und die Nutzbarmachung des Spiels um die natürliche Entfaltung des individuellen Potenzials jedes autistischen Kindes zu unterstützen. 

Weitere Infos und Anmeldung: HIER 





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ONLINE-KURS: Autismus & Spiel; mit Jule Epp 

geplant für Herbst 2022

Eltern und Fachkräfte, die sich um autistische Kinder und Jugendliche kümmern, sind häufig mit intensiven Gefühlen der Frustration und Hilflosigkeit konfrontiert. Gängige Interventionen enttäuschen oft. Es fehlt ein umfassendes Verständnis der komplexen Dynamiken des Autismus – ob klassischer Autismus oder Asperger-Syndrom – um dem oft als unverständlich oder bizarr empfundenen Verhalten einen Sinn zu verleihen. Es fehlt auch ein Verständnis für die therapeutische Kraft des Spiels, insbesondere wenn es um Kinder auf dem Spektrum geht. In diesem Seminar bringen wir diese beiden Bereiche zusammen. Wir betrachten zunächst die Theorie der „Hypersensitivität“ als Grundlage für das Verständnis von Autismus. Wir werden dann die Bedeutung des Spielens für Kinder auf dem Spektrum untersuchen. Warum ist es für autistische Kinder so schwierig ist, sich darauf einzulassen, und warum ist das Spiel dennoch die beste Antwort auf die unzähligen Schwierigkeiten, mit denen das hypersensitive, autistische Kind konfrontiert ist. Anhand von Fallstudien und Videobeispielen werden wir konkrete Möglichkeiten für Eltern und Fachkräfte erkunden, die Schwierigkeiten ihrer autistischen Kinder und Jugendlichen zu kompensieren, um die Tür zum Spielen zu öffnen und damit auch die Tür zur Gestaltung von tiefen persönlichen Bindungen, die autistische Kinder ebenso dringend benötigen um zu gedeihen, wie alle Kinder. 





- coming soon - 


ONLINE-KURS: Autismus & Schule; mit Jule Epp 

geplant für 2023


Haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie an Jule Epp  oder Kathrin Zimmerer






PODCAST Spektrum ON AIR

Autismus: Spannung zwischen sozialer Anpassung & Authentizität; Dauer: ca. 11 Minuten







Autismus & Repetitives Verhalten verstehen: eine großzügige Einladung; Dauer: ca. 13 Minuten

Interview mit André Zirnsak; Dauer: ca. 17 Minuten

Autismus & Spiel; Dauer: ca 12 Minuten

Autismus & Emotionen; Dauer: ca. 10 Minuten

Autismus & die Corona-Pandemie; Dauer: ca. 9 Minuten

Autismus & Bindung; Dauer: ca 10 Minuten





Editorials rund ums Thema Autismus


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EDITORIAL 

Die Einladung

von Jule Epp 

Ich habe versucht, meinen Sohn in die  Vorschule zu schicken. Es war traumatisch. Ich habe innerhalb von nur 8 Wochen 10 kg abgenommen. Mein Sohn bekam Albträume, schlug sich selbst gegen den Kopf, biss sich, schlug mit dem Kopf gegen den Schreibtisch. Es war klar, dass dieses Vorschul-Experiment aufhören musste!

Lesen Sie das vollständige Editorial HIER 


Weitere EDITORIALS: 

Walls and Windows - Reflexionen über Autismus und Spiel






Erklärungskonstrukt -  Autismus verstehen

Jeder Mensch ist einzigartig – und das gilt auch bzw. insbesondere für Kinder und Jugendliche mit Autismus. Es ist ein Spektrum, eine Bandbreite mit vielen unterschiedlichen Ausprägungen aber eben auch Gemeinsamkeiten. Der Fokus in diesem beziehungsbasierten Entwicklungsansatz liegt auf dem sensorisch-motorisch-emotionalen System des Gehirns. Kinder auf dem Spektrum werden mit einem Gehirn geboren, das mehr Informationen ins Gehirn lässt, als das Gehirn verarbeiten kann. Sie sind mit allen möglichen sensorischen Informationen aus der Außenwelt sowie sensorisch-motorisch-emotionalen Informationen aus dem Körperinneren überlastet, was zu kritischen Beeinträchtigungen der sensorischen Integration und des selektiven Aufmerksamkeitssystems führt. Einfach ausgedrückt: Die Gehirne dieser Kinder sind nicht in der Lage, eine ausreichende Menge an Reizen herauszufiltern, damit die Kinder sich in unserer "neurotypischen" Welt optimal konzentrieren und entsprechend "funktionieren" können. Die Kinder müssen zu Kompensationsmöglichkeiten - z.B. zu häufig wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen - greifen, um ihr inneres Chaos und die Reizüberflutung zu managen.

 

Dieser Zustand der Überlastung ist nicht nur im Moment überwältigend und bedrohlich, sondern hat im Laufe der Zeit auch schwerwiegende Folgen für die Entwicklung und insbesondere auch Auswirkungen auf die Bindungen. Für ein Kind mit einem Filterproblem kann das Hin-und-Her der zwischenmenschlichen Interaktion schnell belastend, undefiniert und verwirrend wirken. Beziehung kann als geradezu abstoßend erlebt werden. Zumindest haben diese Interaktionen nicht den "Flow", den das Kind braucht, um sich von anderen gehalten und ausreichend mit ihnen verbunden zu fühlen. Die Bindung ist einfach nicht in der Lage, sie sicher genug zu "tragen". Da wir alle – auch autistische Kinder – Bindungswesen sind, löst die Schwierigkeit, sich mit den Menschen die wir lieben, verbunden zu fühlen, verschiedene emotionale Notsignale aus.

 

Das Gehirn hat in dieser Art von Situation nur wenig Möglichkeiten. Eine der schwerwiegendsten dieser Möglichkeiten ist der Rückzug, der ‚“Shutdown“. Das ist es, was die Menschen oft sehen, wenn sie sich zu autistischen Kindern äußern, die "in ihrer eigenen Welt" zu sein scheinen. Dieser defensive Rückzug hat weitere negative Entwicklungs- und Bindungsfolgen, und so kann es erneut zu einem eskalierenden Kreislauf kommen, der sowohl auf der sensorischen als auch auf der emotionalen Ebene zwischen Über- und Unterstimulierung hin- und herpendelt.


Was bedeutet das für das Leben und die Arbeit mit Kindern auf dem Spektrum? 

BINDUNG +
Es wird häufig so dargestellt, als wären Kinder auf dem autistischen Spektrum nicht wirklich an Beziehungen interessiert. Sie scheinen sich eher an Objekten, Gesprächsthemen, oder Ritualen festzuhalten als an Menschen. Obwohl es auch stimmen mag, dass die meisten autistischen Kinder weniger „sozial“ sind als viele „neurotypischen“ Kinder (da das soziale Leben schnell „zu viel“ und verwirrend werden kann), heißt es nicht, dass sie weniger Bindungsbedürfnisse haben. Wenn wir lernen ein autistisches Kind von innen heraus zu verstehen, sind wir in der Lage, für seine Empfindsamkeiten und Schwierigkeiten so zu kompensieren, dass wir uns mit dem Kind synchronisieren können um dann Interaktion und den Aufbau tiefer Bindungen zu ermöglichen.
ENTWICKLUNG +
Kinder auf dem autistischen Spektrum entwickeln sich. Die Frage ist, was die treibende Kraft dieser Entwicklung ist. In dem beziehungs- und entwicklungsbasierten Ansatz geht es weder für „neurotypische“ noch für autistische Kinder um das Thema „Training“. Wir gehen davon aus, dass Entwicklung spontan und natürlich geschieht, wenn die Rahmenbedingungen günstig sind. Die Aufgabe der Erwachsenen ist es, die Hindernisse zu reduzieren, die dem natürlichen Ablauf von Entwicklung im Wege stehen. Bei autistischen Kindern geht es um nichts anderes, nur das die Hindernisse von besonderer Art sind. Wenn wir in der Lage sind, die sensorische/emotionale Überlastung, die ein autistisches Kind erfährt, zu minimieren und die Bindung mit dem Kind zu stärken, können wir ein Kind auf dem autistischen Spektrum in seiner Entwicklung wirksam und tiefgreifend unterstützen.
SPIEL +
Das Spielverhalten autistischer Kinder fällt häufig auf. Manchmal scheint es nicht vorhanden zu sein, manchmal scheint es obsessiv oder repetitiv. In diesen Schwierigkeiten beim Spielen, spiegeln sich die neurologischen und emotionalen Themen autistischer Kinder wider. Und doch ist Spiel der Königsweg der Entwicklung für Kinder auf dem Spektrum. Spiel ist ein sicherer Ort, um Bindungen aufzubauen, Gefühle auszudrücken und Neues auszuprobieren. Außerdem dient das Spiel als eine Art „Ersatzfiltersystem“. Hier ist es autistischen Kindern möglich die Themen anzugehen, die direkt im „realen“ Leben zu intensiv, zu schwierig oder zu bedrohlich wären. Um ins Spiel zu kommen, benötigen autistische Kinder häufig eine besondere Unterstützung, aber wenn wir für ihre Schwierigkeiten genügend kompensieren, können wir auch diese wichtige Tür für Kinder auf dem Spektrum öffnen.



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